Butokuden Schwäbisch Hall

Herzlich Willkommen

Wir möchten sie Recht herzlich auf unser Schulseite der Butokuden Schwäbisch Hall begrüssen und ihnen zunächst einmal etwas zum Hindergrund der Namensgebung vermitteln!

Die Butokuden (武徳殿, dt. „Halle der Kriegstugenden“) bezeichnet die älteste Übungsstätte der Kriegskünste in Japan. Nachdem Kammu-Tennō im Jahre 794 seine Residenz in den Heian-Palast nach Heian-kyō (Kyōto) verlegt hatte, ließ er dort eine Trainingshalle für die Kondei (damalige Bezeichnung für die neu aufkommende Kriegskaste (später Samurai) errichten, die er Butokuden nannte.

Im Jahre 1899 wurde vom Butokukai ein neuer Butokuden gebaut, der diesem lange Zeit als Trainingszentrum diente. Die Halle steht noch heute in direkter Nachbarschaft zum Heian-Schrein in Kyōto, nahe dem Kaiserlichen Palast.

1970 wurde der Butokuden zum Nationaldenkmal erklärt.

Wir haben uns entschieden, dem Verein diesen Namen zu geben, da diese historische Stätte in Japan eine starke Verbindung zur Sichtweise und den Lehrinhalten des Vereins ausdrückt!

Ostasiatische Kampfkünste blicken auf eine fast 2000jährige Geschichte zurück. Aus zunächst kriegerischen Aspekten, der Umwandlung in Selbstverteidigungstechniken und Künsten zur Vervollkomm­nung von Körper, Geist und Charakter, wurde die Kampfkunst auch zu einer sportlich nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung, die den landesspezifischen Gesetzen und Auflagen angepasst werden musste. Die asiatischen Kampfkünste bedürfen auf Grund der hierarchischen Struktur innerhalb eines Ryu (Organisation) einer angepassten Form an die jeweiligen rechtlichen Möglichkeiten. Der Grund dafür ist, dass innerhalb eines Ryu die Ausübung, Vermittlung und Erlaubnis zur Ausübung und Vermittlung durch die hier eigene Hierarchie nicht so gewährleistet werden kann, dass diese Kampfkünste nicht gänzlich verfälscht oder missbraucht werden.

Die Ausübung der Kampfkünste als sportliche Betätigung geht aus den traditionellen Schulen hervor. An deren Spitze stand der Soke (Stilgründer), Kaiden (Inhaber der unbeschränkten Lehrbefugnis), Shihan (Leitender Meister der jeweiligen Disziplin), Sensei (Meister). Diese Schulen wurden in den 30iger Jahren in Japan beim Dai-Nippon Butotukai in den Formen, in der wir diese heute kennen, registriert und organisiert. Ausgenommen vom Judo haben sich die anderen Kampfkünste oder Kampfsportarten Anfang der 60iger Jahre in Deutschland (in einigen anderen europäischen Ländern geschah dies früher), etabliert.

Damit wurde zur Ausübung dieser Kampfkünste und Kampfsportarten die Vereinigung entsprechend den rechtlichen Vorschriften des BGB notwendig. Wolfgang Joos-Held wurde als Soke Godai-Ryu von den führenden Weltverbänden offiziell anerkannt und bestätigt. Er ist Inhaber des Menkyo Kaiden für Godai-Ryu-Kempo, Godai-Ryu-Karate und das Godai-Ryu-Kobudo, so wie viele andere asiatische Kampfkünste. Durch das fundamentale Wissen in den Kampfkünsten ist Wolfgang Joos-Held und Shihan Harry Apelt, als Hauptlehrer des Vereins eingesetzt, um einen gleichmäßig hohen Standard im Verein sicher stellen zu können!